Saxifraga

Steinbrech verbinden die meisten Pflanzenliebhaber mit frühlingsblühenden Polstern. Aber da gibt es so viel mehr … Und genau diese Vielfalt hat uns zum Sammeln einiger schöner Arten verführt, zugegeben, manchmal sind es schon wieder so viele, dass die Wahl schwerfällt.

Ob an eine sonnige Wand geschmiegte, silbrige Rosetten oder zartrosa Blütenstände die im frischen Unterholz leuchten – es gibt für jeden Standort den richtigen Steinbrech. Entscheidend ist selbstverständlich die Wahl des passenden Gartenplatzes. So zeigen die Silberkrusten-Saxifragen mit ihrem Kalkpanzer an, dass sie sich gut gegen Sonneneinstrahlung behaupten können. Dagegen wachsen die Oktoberle (Saxifraga cortusifolia) in der Natur am Waldrand, mit viel liegenbleibendem Laub über Winter. Sie wollen auch in unseren aufgeräumten Gärten lieber im Schatten stehen, damit sie nicht zu stark austrocknen. . Den netten deutschen Namen verdanken sie übrigens dem erstaunlich spät liegenden Blühtermin (Ende September/Oktober).

Es hat schon seinen Grund, dass man sich erst einen Gartenplatz überlegen sollte, bevor der Kaufrausch siegt …

Dieser Herbststeinbrech von den Waldrändern Japans erobert ganz langsam auch unsere Gärten. Die bei uns unter dem Namen „ Oktoberle“ oder „Herbststeinbrech“ bekannten Saxifraga lieben leicht sauren, frischen, humosen und nährstoffhaltigen Boden. Da in vielen Gegenden schon im Oktober frühe Fröste vorkommen, sollte man die Pflanzstelle so wählen, dass ein Schutz vor diesen "Frühfrösten" ( erfrieren der Blüten ) und ein Schutz vor "Spätfrösten" im Frühjahr ( erfrieren der Blätter ) gewährleistet ist. Beide Schädigungen überstehen die Pflanzen in der Regel.
Bei Spätfrösten können Wachstumsstörungen auftreten, dies bemerkt man, wenn die Pflanzen in dem Jahr kaum Zuwachs machen. Winterfröste übersteht die Pflanze sehr gut, eigene Erfahrungen der letzten Jahre in unserer Gärtnerei belegen dies. Die Pflanzen wurden in 30 L. Kübel gehalten, ohne Winterschutz und sonstigen Vorsichtsmaßnahmen. Unsere Einschätzung ist, dass sich das "Oktoberle" durch seine zarten, grün bis rot gefärbten Blätter hervor hebt und sie sich mit den Blüten im Herbst auszeichnet.

Botanik:
Vorkommen in Japan, Süd- Sachalin, Süd- Kurilen, Korea, Mandschurei, Ussuri sowie China. Sommergrüne Stauden ohne Ausläufer, langgestielte Blätter, rundlich bis nierenförmig, fleischig, grün, Unterseite oft rötlich, 5 bis 11 lappig, Stängellänge bis 30 cm. Der Blütenstand ist oft eine Dolde oder pyramidenrispig. Blütenfarbe überwiegend weiß, es gibt in den Sorten alle Farbtöne von rot bis rosa und gelb bis grün mit grünen oder rötlichen Stielen. Blütezeit erstreckt sich von August bis Dezember.

Schädlinge:
Hier sind in erster Linie „Dickmaulrüssler“ zu nennen, ihre Bekämpfung geschieht in der Regel durch Nützlinge. Bei „Läusebefall“, die gerne auf den Blüten sitzen, kann man handelsübliche Insektizide anwenden. Bei Pflanzenverletzungen kann, wenn auch selten, „Schimmelpilzbefall“  auftreten. Hier wird dann mit geeigneten Fungiziden gespritzt oder gegossen.

Verwendung:
Pflanzungen in Gruppen, im Schatten- sowie Halbschattenbereich, sind in der Wirkung am günstigsten. Kombinieren kann man den Herbststein-brech mit Gentiana sino ornata als Vorpflanzung, Hosta, Heuchera, Cyclamen, Anemonellen, Anemonen, Galanthus, Anemonopsis sowie nicht zu große Farne und Gräser.

„DAI-MONJI-SOO“ wird sie in Japan genannt, was soviel wie „Große Charakter Pflanze“ bedeutet. Schattenplätze sind sicher überall vorhanden, geben wir dem Charakter des „Herbststeinbrechts“ ein zu Hause !

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